once again…

… wieder hat es mich in die reihen der dr-sketchy-schüler verschlagen. Diesmal traf man sich am mittwoch im bassy club und die zeichenstifte, federn und pinsel glühten. (ja, unter den entsprechenden bedingungen kann auch ein pinsel glühen)

unsere modelle des abends waren miss mama ulita, eine grazie aus leipzig, und rummelsnuff, seineszeichens muskelpaket. die beiden haben wirklich hart geschuftet auf der bühne um uns abwechslungsreiche, amüsante und wunderschöne posen zu zeigen. trotzdem sah es alles leicht und spielerisch aus. musik und deko waren ganz auf das südsee-thema ausgerichtet um dem herbst zu trotzen.

mein highlight des abends: endlich konnte ich auch mal einen der contest-preise abräumen, wenn auch nur den zweiten. beim change-outfits-contest sollte man in der zeichnung die kleider von mama ulita und rummelsnuff tauschen. so bekam der kapitän auf dem papier einen blumenkranz umgehangen und das hula girl wurde mit hosen und mit kapitänsmütze ausgestattet. das ergebnis seht ihr in der galerie. von rummelsnuff ausgewählt und vom publikum per zweitstärkstem applaus gekürt durfte ich dann das signalrote moleskine (thx to the beloved sponsor 😉 ) entgegennehmen. das ist schon nicht schlecht, aber nächstesmal hol ich mir platz 1!!!!!

nicht unerwähnt will ich den auftritt der singing mermaid lorelei vanora lassen, die uns mit ihrem betörenden gesang in die südsee versetzte… *träum*

und hier nun butter bei die fische – meine zeichnungen des abends – voilà:

die jagdsaison ist eroeffnet.

wir blasen zum hallali und hoffen auf fette beute.

was steht zum abschuss? na, sicherlich keine wilden tiere, auch keine domestizierten. nein, hier wird kein lebewesen ins visier genommen. so ein tier ist schließlich auch nur ein mensch.
das reh zum beispiel. was für ein schönes elegantes erscheinen, die großen braunen augen, die gespitzten, wachsamen ohren. wie es sich bei gefahr aus dem stand mit so viel kraft und schwung, gleichzeitig so geschmeidig ins unterholz rettet, das lässt uns schwerfällige menschen wie wahrnehmungslegastheniker erscheinen.

das reh

das reh


nein, an dieser stelle wird anderen kreaturen nachgestellt.
wir sind auf der jagd nach dem motiv. manchmal rasen sie in horden zwischen unseren beinen durch und man kann sie kaum fassen, manchmal halten sie sich im gestrüpp versteckt und man ahnt nur den hauch ihres atems. aber zu fassen bekommt man auch diese scheuen gesellen oft nicht. und wenn man denkt, man hätte eins, dann entwischt es einem zwischen stift und papier.
jagd und motivgewusel

jagd und motivgewusel

was also tun? fallen stellen? nein, wir wollen sie schließlich nicht verletzen! anlocken? das wäre eine idee… vielleicht frei nach polt mit einem guten tropfen beaujolais. ein passendes lockmittel wäre an dieser stelle möglicherweise ein vertreter der gleichen gattung, ein paar gute ideen zum beispiel, der eine oder andere geistesblitz könnte auch hilfreich sein.
pst… ruhe bitte. ich höre etwas rascheln, das könnte mein nächstes motiv sein. vorsichtig… gleich hab ichs…

um warm zu bleiben…

… war ich bei dr. sketchy`s anti art school im white trash in berlin. was man da so macht? in erster linie schnell zeichnen. es stehen zwei burlesque-models abwechselnd oder auch mal gemeinsam auf der bühne und eine horde zeichner bildet das publikum, das die damen abbilden darf. da wird getuscht, gemalt, gekritzelt und skizziert was der zeichenblock hergibt. wie in klassischen akt-kursen gibt es zum warm werden am anfang kurze posen von jeweils einer minute. danach wird die zeit, die man zur Verfügung hat immer länger – bis zu zwanzig minuten. da kann man dann schon ein richtiges kunstwerk gestalten.
und das beste daran sind die modelle, die wunderschöne motive bieten. grazil, anmutig und bühnensicher standen miss honey lulu und trixee sparkle für uns still und hielten ihre körperspannung. wirklich beeinrdruckend.
hier ein paar der entstandenen zeichnungen:

da nehme ich mir…

… doch glatt einen moment zeit, um ein ganz tolles, bayerisches wort vorzustellen. es ist ein begriff, den man auf eine person anwenden kann. egal ob mann oder frau, kind oder greis, das passt in allen schichten und in allen lebensbereichen.
das gscheidhaferl.

das gscheidhaferl - büste eines bayerischen wort-klassikers

das gscheidhaferl - büste eines bayerischen wort-klassikers


wörtlich übersetzt ist es eine kluge tasse. im sprachgebrauch nutzt man es, um eine person zu beschreiben, die mit ihrem – oder seinem – hochgeschätzten wissen nicht hinterm berg halten kann und selbiges gerne und gerne auch wiederholt zum besten gibt. oft kommt hier noch die komponente des zurechtweisens eines anderen hinzu.
auf gut deutsch ein klugscheisser. wobei hier die bayerische variante ausnahmsweise charmanter daherkommt als sein hochdeutsches pendant. das gscheidhaferl. ein herrliches wort.